So erreichst Du uns!
Telefon: 0681 5004-238
E-Mail: freiwilligendienste@drk.saarland
Öffnungszeiten
Mo. - Do. 09:00 - 16:00 Uhr
Fr. 09:00 - 12:00 Uhr
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Als Jugendfreiwillige in einer deutsch-französischen Kinderkrippe arbeiten? Clara und David erzählen von ihren Erlebnissen.
Coucou, wir heißen Clara & David und melden uns aus dem schönen Straßburg. Hier leben wir in der wunderbaren 4er-WG. Wir arbeiten beide in unterschiedlichen bilingualen Krippen, von unserer Einsatzstelle „Krysalis“, wo wir unseren IJFD absolvieren.
Zu diesem wurden wir über das DRK Saarland, von unserer Schutzpatronin Adèle (eine der 2 Bildungsreferentinnen) vermittelt. Krysalis ist ein Netzwerk von 10 Krippen, die sich alle im Gebiet des Bas-Rhin befinden (Umgebung Straßburg). Es gibt in fast jeder Krippe ein Platz für eineN FreiwilligeN. In diesen kümmern wir uns täglich um bis zu 13 Kinder, in einer Alterspanne von 3 Monaten bis 3 Jahre.
Jetzt erzählen wir euch mal ein bisschen, was wir den ganzen Tag so machen:
Der Tag beginnt morgens meist mit der Ankunft und Begrüßung der Kinder. Auch wir als Freiwillige können hier die Übergabe der Kinder begleiten, das heißt: Dem Kind emotional bei seiner Ankunft in der Krippe helfen und von den Eltern die wesentlichen Informationen, wie Schlaf und Befinden des Kindes erfragen. Weiter geht’s pünktlich mit unserem Morgenkreis. Das obligatorische Aufräumkommando darf davor natürlich nicht fehlen. Doch dann wird fröhlich zusammen gesungen, „Hallo“ gesagt und Geschichten vorgelesen. Zudem werden die Kinder von einer opferwilligen MitarbeiterIn gewickelt.
Und dann ist es auch schon Zeit für den alltäglichen Ausflug in den Park. Der beginnt zuerst mit dem Ankleiden der Kinder. Tränen werden vergossen und trotzige Grimassen gezogen, doch am Ende ist jedes Kind bereit sich den undankbaren Launen der Natur zu stellen, da ohne die rettende Matschhose, die Eltern zu Hause ächtzen. Hier gibt es mehrere Optionen, zum einen gehen wir oft spazieren. Dabei bietet sich die Möglichkeit den Kindern allerlei wunderliches der Welt zu erklären. So werden rumspringende Eichhörnchen zur Attraktion des Tages, sowie das Sammeln von Gänseblümchen zur Mission der Stunde. Wenn das Wetter passt, gehen wir auch gerne auf den Spielplatz und so entsteht aus einfachem Sand leckerer Kuchen, der einem stolz von den Kindern verköstigt wird.
Übrigens! Alle Kryalis Krippen werden von einer sehr umweltbewussten Philosophie getragen, was sich zum Beispiel in dem sehr gesunden Essen der Kinder zeigt. Dafür nimmt der Ausflug oftmals eine spannende Wendung und wir schlendern mit den Kindern auf den Markt, um regionale und saisonale Lebensmittel zu kaufen. Denn in jeder Krippe wird täglich frisch gekocht. Das Mittagessen wird nach dem Ausflug zu sich genommen. Natürlich wird das Händewaschen davor nicht ausgelassen!!! Hier unterstützen wir die Kleinsten zum Beispiel durch das Kleinschneiden des Essens oder Füttern. Außerdem schenken wir sofort auf das Kommando: „Encore de l‘eau“, Wasser für die Größeren aus.
Nun gibt’s strikte Arbeitsteilung. Einer übernimmt das Windelwechseln, der Andere das Saubermachen des Essensraumes und wiederrum müssen natürlich die Kinder von jemandem beaufsichtigt werden. Sobald alle gewickelt sind, ist es Zeit in die Heia zu gehen (Im französischen „Dodo“). Dafür bewaffnen sich die Kinder mit ihrem eigenen Kuscheltier („Doudou“) und treten den Kampf gegen die zufallenden Augen an. Sobald auch der letzte den Kampf aufgegeben hat und alles fertig gereinigt wurde, geht’s für das Team weiter in die Wohlverdienten Mittagspause. Nachdem der Tratsch der Woche ausgiebig ausgetaucht wurde, wird an neuen Aktivitäten für die Kinder geschmiedet. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass das Arbeiten im Team gewisse Herausforderungen bereithält und nicht alles immer rund läuft. Glücklicherweise hatten wir beide ein sehr nettes Team, mit einem familiären Klima. Doch wie in jeder Familie gab es auch bei uns manchmal Meinungsverschiedenheiten.
Nach und nach wachen die Kinder nun aus dem Land der Träume auf und da tut es natürlich besonders gut, erstmal von einem liebevollen Freiwilligen in den Arm genommen zu werden, um den Sprung zurück in unsere Dimension zu überstehen. Auch spielen wir um diese Zeit gerne mit den Kindern, lesen Geschichten vor, singen zusammen, oder machen wie ich (David) gemeinsam Yoga. Hier geben die Kinder einem auch viel zurück, denn tatsächlich baut man eine starke Vertrauensbasis zu den kleinen Spatzen auf. Es macht auch einfach Spaß den Kindern beim Entdecken der Welt und dem Erlernen von Fähigkeiten zuzusehen. Es fasziniert jedes Mal auf neue ein Kind zum ersten Mal laufen zu sehen, oder zu hören, wie es zum ersten Mal deinen Namen sagt. Aber genug geschwärmt, zurück zum Alltag.
Um etwa 16 Uhr ist es Zeit für das „Goûter“, einem kleinen Snack, den man traditionell in Frankreich nachmittags zu sich nimmt. Zum Ausklingen des Tages spielen wir oft noch mit den Kindern. Von da an werden die Kinder nach und nach von ihren Eltern abgeholt.
Für uns war der IJFD in der Kinderkrippe die perfekte Möglichkeit, um einzigarte Erfahrungen zu sammeln und persönlich zu wachsen.