So erreichst Du uns!
Telefon: 0681 5004-238
E-Mail: freiwilligendienste@drk.saarland
Öffnungszeiten
Mo. - Do. 09:00 - 16:00 Uhr
Fr. 09:00 - 12:00 Uhr
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Paul hat seinen Jugendfreiwilligendienst an der deutschen Grundschule in Brüssel verbracht. Er gibt einen Einblick in seinen Alltag.
Ich bin Paul, 18 Jahre alt, eingesetzt als Freiwilliger in der internationalen Deutschen Schule Brüssel. In diesem Bericht möchte ich Dir von meinem Wohnort und meiner Einsatzstelle sowie von meiner Erfahrung während meines Auslandsjahres berichten.
Wohnen und leben in Wezembeek-Oppem
Zusammen mit meinen fünf MitbewohnerInnen (anders als bei vielen andere WGs sind die 5 Personen keine Freiwillige von DRK Saarland) wohne ich in einem großen, geräumigen Gebäude, das multifunktional, unter anderem als Wohngemeinschaft, genutzt wird. Das Leben im Wohnhaus ist insgesamt sehr ruhig und gediegen: Da das Wohnen durch den Zugang zu zwei Gemeinschaftsräumen sehr entzerrt sein kann, hat man genug Freiraum, entspannt zu leben. Die Wohngemeinschaft ist dennoch lebendig und engagiert, ab und zu unternehme ich etwas in meiner Freizeit mit meinen MitbewohnerInnen. Der Vermieter erlaubt Besuch und freut sich über eine gemeinschaftliche Nutzung des Hauses. Er ist verlässlich und kommunikativ und ebenso häufig im Haus anwesend, da sich dort sein Büro befindet.
Die Wohnung liegt etwa 300m von einer Tramstation entfernt, deren Linie bis zum Marktplatz Stockel Square führt, der einen Metroanschluss zur Linie 1 bietet (diese führt in die Innenstadt). Zur Einsatzstelle braucht man etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß oder 5 bis 10 Minuten mit dem Fahrrad. Etwa einen Kilometer vom Wohnhaus entfernt befindet sich ein Supermarkt, ein Fitnessstudio, eine Pizzeria und weitere, kleine Einkaufsläden / Fachgeschäfte / Apotheke / Bank.
Freizeit in Wezembeek-Oppem und in Brüssel-Hauptstadt
In Wezembeek-Oppem kannst Du einen Niederländisch-Kurs besuchen oder musikalische Aktivitäten in einem Gemeinschaftszentrum unternehmen, weitere Aktivitäten habe ich selbst nicht im Wohnort unternommen.
Sport treiben und gleichzeitig neue, junge Leute kennenlernen? Das geht am besten mit dem Uni-Sport Programm der „Université Libre de Bruxelles“. Am besten, Du beginnst eine neue Sportart zu Semesterbeginn im September oder Februar. Du kannst aus einem vielfältigen Programm an Sportarten wählen und hast jederzeit die Möglichkeit, zwischen den Angeboten zu wechseln. Es ist definitiv eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und seine Freizeit zu gestalten.
Die iDSB als Einsatzstelle
Etwa die Hälfte der Arbeitszeit umfasst den Vormittagsbereich der Grundschule, der die Begleitung von Unterrichtsstunden umfängt. Nach einer Pause folgt der Anteil der Grundschule Plus (kurz GS+), was der Nachmittagsbetreuung der Grundschule entspricht.
Ich habe einen festen Stundenplan und bin vor allem Unterrichtsstunden der Klassenstufe eins und drei zugeteilt, in welchen ich verschiedene Tätigkeiten unternehme: SchülerInnen mit Lernschwäche oder allgemeinen Schwierigkeiten unterstützen, Organisatorisches (Kopieren, Laminieren, Blätter austeilen, …), Administratives (Klassenlisten führen, etc.), und individuelle Aufgaben, die sich v.a. auf die Begleitung von SchüleIinnen beziehen. Die Unterrichtssprache in der Schule ist Deutsch, daher sprichst Du in der Einsatzstelle vor allem Deutsch – gut für die, die keine Französischkenntnisse mitbringen, schlecht für die, die Französisch/Flämisch lernen oder verbessern wollen – das geht dann nur in der Freizeit.
Im Nachmittagsbereich begleite und beaufsichtige ich SchülerInnen auf dem Weg zur und in der Mensa, beim „Picknick“ und während der Hausaufgabenzeit. Außerdem begleite ich verschiedene Arbeitsgemeinschaften (AG) wie Kochen, Musiktheater, Chor oder Outdoor. Seit dem zweiten Halbjahr leite ich (auf eigenem Wunsch) meine AG Musiksafari. Da mir musikalische Projekte sehr am Herzen liegen, wurde mein Stundenplan extra darauf ausgelegt, vor allem in diesem Bereich eingesetzt zu werden. Deine Schwerpunkte und Interessen können sich also sicherlich in Deinem Stundenplan widerspiegeln! Im späten Nachmittag begleite ich ebenso an manchen Tagen die Spätbetreuung „Schülerclub“, in der wir SchülerInnen der vierten bis achten Klasse beaufsichtigen.
Mein Arbeitstag beginnt durchschnittlich zur zweiten Stunde (gegen viertel vor neun) und endet zumeist gegen halb fünf. Teilweise geht der Dienst der Spätbetreuung geschuldet bis 18 Uhr, an manchen Tagen geht es daher erst später los.
Schulleitung und individuelle Begleitung
Die Schulleitung ist für administrative Absprachen mit dem DRK Saarland und Stundenplanung des/der Freiwilligen zuständig und steht für einen offenen Austausch zur Verfügung. Ebenso gibt es einen/eine MentorIn, der/die sich um die individuelle Begleitung des/der Freiwilligen kümmert. Mein Verhältnis zu meiner Mentorin ist sehr gut und ich fühle mich sehr wohl begleitet und aufgehoben. Mit meiner Mentorin kann ich über meine Tätigkeit reflektieren und Anliegen aller Art besprechen. Da wir uns auf einer sehr vertrauten Ebene begegnen, habe ich das Gefühl, verstanden zu werden und unterstützt zu werden.
Urlaub und freie Tage
In den zwölf Monaten des IJFD sind vertraglich 25 Urlaubstage festgelegt. Da die Schule in den Sommerferien und in den Winterferien geschlossen ist, musst Du die meisten Urlaubstage in diesen Zeiten nehmen. Viel Freiheit in Bezug auf Urlaubsplanung gibt es daher nicht; während des Schulbetriebs ist es nicht üblich, Urlaubstage zu nehmen. In anderen Ferien wie zu Herbst/Ostern werde ich anders eingesetzt, so z.B. in einer schulinternen Ferienbetreuung, für administrative Tätigkeiten im Sekretariat oder für kreative Arbeit im Marketingbereich der Schule.
Von der Vorfreude zum Erfahrungsbericht
Vor einem guten Jahr war die Vorfreude groß, jetzt schreibe ich zum Ende meines Einsatzes über meine Erfahrung. Grundsätzlich kann ich jedem und jeder, der/die den Wunsch hat, Erfahrungen in einer Grundschule oder allgemein im pädagogischen Bereich zu sammeln und in einem französischsprachigen Land zu wohnen, empfehlen, den IJFD in der iDSB zu absolvieren. Bei Deiner Entscheidung wünsche ich Dir viel Herzenswärme und ein gutes Bauchgefühl – dann steht Deinem internationalen Jugendfreiwilligendienst nichts mehr im Wege!